1. März 2026 

 

Der Tag begann – wie so oft – mit einer Frühschicht von Cornelia. Während ich noch die horizontale Lebensform pflegte, war sie bereits unterwegs bei den kleinen Seen vor dem Strand. Sensation: Die Flamingos standen erstaunlich nah am Ufer!

Also wurde nach dem Frühstück sofort eine Expedition geplant. Ziel: anschleichen, fotografieren, dokumentieren – möglichst in National-Geographic-Manier.

Erster Versuch von der Landseite. Ergebnis: Flamingos weiter weg als unsere Hoffnungen.

Also Plan B: Zugang über den Strand. Das bedeutete erst einmal eine ordentliche Wanderung entlang des Sandes, immer mit dem Ziel „rosa Federwesen“ im Blick.

Endlich angekommen, machten wir Fotos und Videos. Die Flamingos hatten uns allerdings wohl schon kilometerweit erspäht und positionierten sich strategisch genau auf der gegenüberliegenden Seeseite. Sehr clever.

Wir versuchten sogar mit lauteren Geräuschen einen fotogenen Abflug zu provozieren – keine Chance. Wahrscheinlich hielten sie uns für unterhaltsame Vormittagsanimation.

Trotzdem war es wunderschön, diese eleganten Tiere noch einmal in Ruhe zu beobachten. 🦩

Der Rückweg wurde getrennt angetreten – offenbar vertrauten wir beide unseren eigenen Navigationskünsten mehr.

Ich entdeckte eine „großartige“ Abkürzung: ein schmales, wackeliges Brett über dem Wasser. Rein theoretisch eine brillante Idee. Praktisch eher eine Mischung aus Seiltanz und Balancekurs. Dank ziemlich wasserfester Schuhe kam ich fast trocken auf der anderen Seite an.

Eleganzpreis? Nein.

Unterhaltungswert? Hoch.

Zurück beim Wohnmobil hieß es dann Abschied nehmen vom Stellplatz. Abfall entsorgen, kurzer Schwatz mit einem Aargauer (man trifft sich offenbar überall) – und los ging’s Richtung Castelsardo.

Unterwegs noch ein Einkaufsstopp in einem Laden, den wir schon kannten – man hat ja seine Stammgeschäfte selbst auf Sardinien. Danach Ankunft am Stellplatz.

Erste Amtshandlung: Grauwasser entsorgen und Frischwasser auffüllen. Unser Tank war nämlich eher symbolisch gefüllt.

Wir parkten zunächst in der zweiten Reihe – derselbe Platz wie letztes Jahr. Damals wegen Wind, diesmal wegen „erste Reihe bereits von italienischen Wochenend-Strategen besetzt“.

Tisch und Stühle raus, Resteverwertung deluxe: Couscous-Salat mit Brot.

Und dann mein persönliches Highlight: Caramel Köpfli – veredelt mit einer Extra-Dosis gesalzenem Caramel. Wenn schon, denn schon. Doping auf Dessertbasis.

Später zogen wir mit unseren Chill-Stühlen an den Strand und verbrachten dort eine ganze Weile – Meeresrauschen inklusive.

Zurück beim Wohnmobil die Überraschung: Die erste Reihe war frei!

Also kurzes Umparken und zack – Logenplatz über der Klippe. Aussicht Upgrade 2.0.

Am Abend gab es Plättzli und Salat, danach wurde gespielt und Netflix geschaut – gemütlicher kann ein Reisetag kaum enden.

Fazit des Tages:

Flamingos sind taktisch überlegen.

Abkürzungen sind relativ.

Und erste Reihe mit Meerblick schlägt zweite Reihe mit Windgeschichte. 😄🌊